Schon seit seiner Jugend zählte Anton Stöckl zu den Stützen in der Mitgestaltung kirchlichen Lebens in der Pfarre Rabenstein. Anfangs engagierte er sich in der Katholischen Jugend, deren Führung er bald übernahm und wenig später wirkte er auch im Kirchenchor mit, dem er noch bis ins Alter die Treue hielt.
Gleiches galt für die Mitwirkung bei Gottesdiensten als Lektor und Kommunionspender. Des Weiteren gehörte er Jahrzehnte dem Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrat an und war dabei u.a. als Pfarrsozialreferent aktiv. Als Beamter der Diözesanfinanzkammer war er auch beruflich mit dem kirchlichen Bereich verbunden.
Sein großes Organisationstalent entfaltete er jedoch in der Katholischen Männerbewegung (KMB), deren jahrzehntelanger Obmann er war. Unter ihm wuchs die Mitgliederzahl von einer kleinen Schar an Gründungsmitgliedern bis mehr als hundert Männern, die im pfarrlichen Leben ihren Einsatz leisteten.
Auch überregional wurde er nicht müde Arbeitseinsätze für den Aufbau des Klosters Maria Jeutendorf zu organisieren. Die KMB blieb sein Lebenswerk, wofür ihm deren Diözesanleitung mit dem Goldenen Ehrenzeichen dankte.
Rückhalt für seine vielfältigen Tätigkeiten erhielt er in seiner Familie, die ihn immer dabei unterstützte.
Zugleich schöpfte er auch Kraft aus der Natur, deren Schutz ihm als begeistertem Wanderer besonders am Herzen lag. Als solcher war er der Initiator des Großen Pielachtaler Rundwanderweges 652 und voll Dynamik bezwang er sogar den Österreichischen Nord-Süd-Weitwanderweg.
Die Arbeit der Hände von Anton Stöckl und die Schritte seiner Füße, die er so oft zum Wohl Anderer zurückgelegt hat, ruhen nun, sein großes Werk aber bleibt beispielgebend bestehen.
Mag. Roman Daxböck
