
Evangelische und katholische Pfarrangehörige kamen zusammen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Was uns verbindet, ist der gemeinsame Glaube an Jesus Christus und die Gewissheit, dass wir als Christinnen und Christen über alle Konfessionsgrenzen hinweg zusammengehören. Genau das bedeutet gelebte Ökumene: aufeinander zugehen, miteinander beten und den Glauben gemeinsam feiern.

Doch nicht immer fühlen wir uns stark und zuversichtlich. Manchmal sind wir traurig, mutlos oder wissen nicht mehr weiter. Wie gut tut es dann, Menschen an unserer Seite zu wissen, die uns auffangen, uns ein Stück des Weges tragen und uns wieder näher zu Gott bringen. So wie die vier Freunde im Evangelium, die den gelähmten Mann zu Jesus brachten, dürfen auch wir füreinander da sein. Durch die Hilfe und Zuwendung anderer kann neue Hoffnung wachsen – und Gott in unserem Leben wirken.

Am Weltmissionssonntag weitet sich unser Blick über die eigene Gemeinde hinaus auf die ganze Welt. Wir sind nicht allein. Wir gehören zu einer weltweiten Gemeinschaft von Christinnen und Christen und sind darüber hinaus mit allen Menschen auf unserer Erde verbunden. Diese Verbundenheit lädt uns ein, Anteil zu nehmen, hinzuschauen und dort zu helfen, wo Menschen unsere Unterstützung brauchen. Das Verknüpfen unserer Fäden zu einem langen bunten Seil wurde zum Zeichen unserer Verbundenheit untereinander und weltweit.

Für viele Kinder auf der Welt ist das Leben alles andere als leicht. Wo es keine Schulen gibt, sauberes Trinkwasser fehlt oder Krieg den Alltag bestimmt, sind die Wege in eine gute Zukunft oft besonders schwer. Manchmal scheint es, als könnten diese Kinder aus eigener Kraft nicht weiterkommen. Gerade dann sind wir gefragt: Wir können zu ihren Freunden werden, sie mit unseren Gebeten, unserer Solidarität und unserer Hilfe unterstützen und ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Denn gemeinsam können wir tragen, Hoffnung schenken und Zukunft ermöglichen.

Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrer P. Altmann und Mag. Benjamin Battenberg, Pfarrer der evangelischen Gemeinde St. Pölten. Gemeinsam machten sie deutlich, wie viel Katholiken und Evangelische verbindet – nicht nur im Glauben, sondern auch in ihren Gebeten und in der Gestaltung der Liturgie. So wurde spürbar, dass trotz mancher Unterschiede das Gemeinsame trägt und verbindet.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem gesamten Familiengottesdienst-Team unter der Leitung von Pastoralassistentin Andrea Stuphann. Mit viel Engagement, liebevollen Ideen und sorgfältiger Vorbereitung hat das Team das Thema „Wir sind verbunden“ für Groß und Klein anschaulich und lebendig werden lassen.

Möge die Botschaft dieses Gottesdienstes in unseren Herzen weiterwirken: Wir sind miteinander verbunden. Wir dürfen einander tragen. Und gemeinsam können wir die Welt ein wenig heller und hoffnungsvoller machen.
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